Übergang: Kindergarten - Grundschule

 

Der Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule ist ein wichtiges und einschneidendes Ereignis und Erlebnis im Leben eines Kindes und seiner Familie. Er ist ein konstruktiver Prozess, an dem neben dem Kind seine Familie, seine soziale Umwelt, die Kindertageseinrichtung und die Grundschule beteiligt sind. Uns ist es wichtig, das einzelne Kind und seine Familie dabei angemessen zu unterstützen und zu begleiten und somit wesentlich zu einem Gelingen beizutragen. Getragen von dem Bewusstsein, dass ein Gelingen des Übergangs weitreichende Konsequenzen für den Bildungsweg des Kindes hat, richten wir unseren Blick auf das Wohlfühlen des Kindes in unserer Schule, auf die Fähigkeit des Kindes, gestellte Anforderungen zu bewältigen und das Bildungsangebot für sich optimal zu nutzen. Aus diesen Gründen legen wir großen Wert darauf, bereits die ersten Eindrücke für Kinder, angelehnt an ihre neue Schulphase, entwicklungsorientiert zu gestalten und den Eltern differenzierte Informationen über unsere Schule zu vermitteln.

 

 

Konkrete Umsetzung

 

Dem neuen Schulkind soll in der Vorphase der Einschulung (Beginn mit Schulanmeldung) seine neue Lernwelt, die Grundschule, nahegebracht werden.  

Die Schulleitung nimmt ab Januar Kontakt zu den einzelnen Kindergärten auf und führt Gespräche mit den Erzieherinnen über die einzelnen Kinder. Gleichzeitig werden die Eltern zu Gesprächen eingeladen, deren Kinder einen vermuteten Förderbedarf haben, oder Kinder, bei denen bei der Schulanmeldung Auffälligkeiten festgestellt wurden. Die Eltern werden je nach Bedarf zu folgenden Punkten beraten:

  • Möglichkeiten des AOSF (Hilfestellung bei Anträgen)
  • Diagnosemöglichkeiten außerhalb der Schule
  • Evtl. PreSch (s.u.)
  • Evtl. vorzeitige Eingewöhnung und Betreuung durch unseren Sozialpädagogen in unserer Schule
  • Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Integrationshilfe durch Kreis oder Stadt
  • Gespräch/einzelne Testungen durch die Sonderpädagogin
  • Angebot, zusammen mit einer Lehrkraft in einer Förderschule zu hospitieren
  • Gespräche mit der Schulsozialarbeit

 

Die Kindergärten/Eltern haben (nach Absprache und Anmeldung) die Möglichkeit, mit den Schulkindern eine Raumgewöhnung durchzuführen, indem sie während der Pausen den Schulhof besuchen, Hospitationen im Unterricht begleiten oder mit den angehenden Schulkindern durch die Schule laufen. Besonders für Kinder mit Förderbedarfen im emotional-sozialen Bereich ist dieses Angebot eine sinnvolle Ergänzung, eine positive Beziehung zu dem Raum Schule aufzubauen.

 

Die erste Schulstunde im Mai/Juni für alle neuen Schulkinder

Der Zeitpunkt dieser Einladung liegt wenige Wochen vor den Sommerferien, sodass sich das Kind bei seiner Einschulung angemessen an dieses besondere Erlebnis erinnern kann. Die Schulleiterin begrüßt die neuen Kinder auf dem Schulhof und führt sie in die 1. Klassen, in dem die Kinder eine Unterrichtsstunde erleben dürfen. Damit jedem Kindergartenkind ein Schulpartner zugeteilt werden kann, werden die 1. Klassen entsprechend aufgeteilt. Mit Unterrichtsmaterial, das an die Basiskompetenzen der Kinder der Kindertageseinrichtung anknüpft, wird gespielt, gelernt und gearbeitet. Die neuen Kinder lernen Einzelarbeit und Partnerarbeit kennen und fühlen sich so angenommen und wertgeschätzt. Da die Kinder ihren neuen Status als Schulkind genießen, wird der Besuch mit einer Hausaufgabe abgerundet.

Nach dem Unterricht wird mit den Schulkindern gemeinsam gefrühstückt und die Hofpause verbracht.

 

Durch unser PReSCH-Konzept arbeitet eine hier fortgebildete Lehrkraft bereits im Vorfeld der Einschulung mit den Kindertageseinrichtungen zusammen, um Kinder mit einer diagnostizierten Rechenstörung frühzeitig zu fördern.

 

 

 

Elternarbeit:

 

Die Eltern erhalten im Februar eine Einladung, an insgesamt fünf Abenden einen sog. „Elternkurs“ zu besuchen. Hier geht es um Erziehungsthemen wie Lob, Ermutigung, Vorbild sein, Kommunikation, Grenzen, Regeln und Konsequenzen, Hausaufgaben, sinnvolles Üben und vielen Tipps zur Vorbereitung auf die Schule. Zwei Abende finden vor der Einschulung statt, drei weitere im Herbst nach der Einschulung.

Im Juni findet für alle Eltern der erste verbindliche Elternabend statt, an dem die Eltern zunächst wichtige Informationen durch die Schulleitung und anschließend durch die künftigen Klassenlehrer erhalten. In einem offenen Anfang stellen sich alle Gremien noch einmal den Fragen der Eltern („Marktplatz“ im Flur) An diesem Abend wird die schuleigene Elternmappe ausgehändigt, die die Eltern über die Schwerpunkte des Schulprogramms und der Unterrichtsarbeit an unserer Schule informiert.  

 

Offene Ganztagsgrundschule

 

Das pädagogische Fachpersonal und der Träger der offenen Ganztagsgrundschule ( Droste – Haus Verl / Stadt Verl ) informieren die Eltern ebenfalls an einem Elternabend im September/Oktober, weisen Konzepte auf und zeigen den interessierten Eltern die Räumlichkeiten der OGS. Die Eltern können sich ein Bild von den Lern- und Lebensbereichen, aber auch besonders von den angeleiteten, interessenbezogenen Freizeitangeboten für die Schülerinnen und Schüler machen. Die offene Ganztagsgrundschule knüpft an die Vorläuferkompetenzen des Kindes an und begleitet den Entwicklungsprozess auf der Bildungsebene sowie auf der sozialen und emotionalen Ebene.

 

 

Verknüpfung zu anderen Konzepten:

Siehe PReSCH-Konzept / Zusammenarbeit mit der OGS/ GEEG

 

 

Ideen für die Weiterentwicklung:

 

Es wird überlegt, den zukünftigen Erstklässlern einen Kennenlern – Nachmittag anzubieten, um die Lehrerinnen/Lehrer, die Klassenräume und das Schulgelände in einem veränderten Zeitvolumen spielerisch kennenzulernen.

 

Der intensivere Austausch/ die gegenseitige Hospitation von Lehrkräften und Erzieherinnen ist durch das „KiGS“- Projekt – eine Zusammenarbeit aller Verler Grundschulen und Kindergärten – bereits in Planung und soll im kommenden Schuljahr konkretisiert werden.

 

 

Evaluation:

 

Eine Evaluation sollte im 1. Schulhalbjahr 2017/18 erfolgen, um entsprechende Fördermaßnahmen / Hospitationen passend zum Sommerhalbjahr umsetzen zu können.

 

Besonders die Situation der geflüchteten Menschen sollte beim Übergang in die Grundschule besonders beachtet werden.

 

 

Verantwortlich:

Schulsozialarbeiter Kai Braddick, Lehrkräfte der (zukünftigen) 1. Schuljahre/ Schulleitung (Steuerung) 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Grundschule am Buehlbusch